Pulverbeschichtung

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Pulverbeschichtung

In den letzten Jahren hat sich die Pulverbeschichtung, die eine Lackierung ohne Lösemittel ermöglicht, neben der Naßlackbeschichtung in der Metallindustrie durchgesetzt.
In einer belüfteten Pulverbeschichtungskabine wird das Beschichtungsmittel, ein sehr feines, trockenes Pulver, durch die Wirkung eines elektrischen Feldes als negativ geladener Partikelstrom über die Zerstäuberdüse auf das positiv geladene Werkstück geblasen. Die Oberflächenhaftung wird durch das unterschiedliche elektrische Potential Partikel/Werkstück gewährleistet. Das anschließende Schmelzen des Pulverfilms im Ofen führt zu einer extrem korrosions- und verschleißfesten Oberfläche und dank der thixotropen Eigenschaften des Pulvers auch zu einer dauerhaften Kantenbeschichtung des Werkstücks.

Die Pulverbeschichtung ist ein besonders umweltfreundliches Verfahren, da es ohne Lösemittelzusätze auskommt. Bei dem eingesetzten Materialien handelt es sich um reine Kunststoffe (Epoxid oder Polyester), was zugleich den Vorteil hat, dass die Oberflächen extrem strapazierfähig sind.

Vergleicht man die Schichtstärken zwischen einer Nasslackierung und einer Pulverbeschichtung, so kann man davon ausgehen, dass bei einer gleichen Anzahl von Beschichtungsvorgängen, bei einer Pulverbeschichtung nahezu die dreifache Schichtstärke aufgetragen werden kann.

Effekte wie Fein- und Grobstrukturen sind bei der Pulverbeschichtung genauso möglich, müssen allerdings schon bei der Herstellung des Pulvers berücksichtigt werden.